Author Archives: Manfred Schädler

Einbau der Frauenempore abgeschlossen

Wie geplant konnte der Einbau der Frauenempore abgeschlossen werden. Als vorläufige Zwischendecke konnten wir die OSB-Platten verwenden, die wir als „Übergangstüren“ an unserem Nebengebäude angebracht hatten. Zwischenzeitlich haben wir das erste „rußige“ Deckenfeld direkt über der Empore entfernen können. Es zeigt sich schon jetzt, wie sich der Charakter  des Innenraumes verändert und mehr und mehr an die ursprüngliche Bestimmung der ehemaligen Synagoge anlehnt.

 

Der nächste Bauabschnitt: Der Einbau der Frauenempore

Nicht nur unser Nebengebäude macht Fortschritte, auch in der historischen Synagoge geht es im Innenausbau voran. Die Angebote für den Einbau des Deckengewölbes werden aktuell ausgearbeitet und die Vergabe steht bevor. Wir hoffen sehr dass wir die Zimmererarbeiten dazu bald beginnen können. Der Einbau unserer Frauenempore mit der Wendeltreppe ist dagegen in vollem Gange, die Schlosserarbeiten dazu können bereits in der ersten Novemberwoche abgeschlossen werden. Zunächst werden wir, bis zum Abschluss der Innenrenovierung, einen provisorischen Holzboden einziehen und dazu die vorhandenen Bretter der alten Zwischendecke verwenden.

 

Ende der Ferienpause: die Baumaßnahmen gehen weiter

Ab Donnerstag den 26. September geht es wieder richtig los. Die Meisterklasse der Stuckateure der Johann-Jakob-Widmannschule unter Leitung Ihrer Lehrer Herr Gehring und Herrn Lang werden für den Innenbereich unseres Nebengebäudes aktiv. Geplant ist die Zwischenwände und Decke im Trockenbau fertigzustellen, sowie das Verputzen der Außenwände als Vorbereitung für die Fliesenleger.

Davor mussten wir jedoch unsere Begrünung des Daches vorbereiten. Auf das von den Zimmerleuten vorbereitete und wasserdicht verschweißte Flachdach wird ein fachgerechter Aufbau vorgenommen. Zunächst werden Filzbahnen ausgelegt, auf die wiederum Kunststoffplatten überlappend verlegt werden.  Es folgt eine weitere Schicht einer luft- und wasserdurchlässigen Spezialfolie. Den Abschluss bildet eine etwa 8 cm dicke Schicht Lavastein-Granulat sowie an den Rändern und am Abfluss Kieselsteine. Dann kann begrünt werden.

Trialog der Religionen – unsere 3. Folgeveranstaltung

Am Dienstag 17. September – auch dieses Mal wieder im Evangelischen Gemeindehaus Bad Rappenau – wurde die Reihe Vom Dialog zum Trialog fortgesetzt.

Das Thema des Abends war: „Abraham – Vater des Glaubens“.

Vertreter der drei Schriftreligionen waren dieses Mal Shaul Friberg, Hochschulrabbiner in Heidelberg (und 2. Vorsitzender des Freundeskreises Ehemalige Synagoge Heinsheim), sowie die beiden uns bereits zuvor unterstützenden Referenten Imam Eyüp Besir für den Islam und Pfarrer Franziskus Eisenbach für das Christentum. Ihnen gilt unser besonderer Dank. Die Moderation übernahm Hasan Dagdelen von der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus, die diese Trialogreihe in Bad Rappenau mit uns ins Leben gerufen hat.

Herzlichen Dank auch an die evangelische Kirchengemeinde Bad Rappenau für die tolle Unterstützung und Pfarrer Joachim Bollow für sein persönliches Engagement und seine Teilnahme.

Es war hochinteressant, wie in den drei Schriftreligionen Abraham, der in allen drei Religionen als Vater des Glaubens gilt, in seinem Leben und Wirken dargestellt wurde. Erfreulich war das große Interesse der Zuhörer, die an diesem Abend sehr zahlreich erschienen waren und angeregt an der anschließenden Diskussion teilgenommen hatten.

Dies macht uns Mut unseren Trialog der Religionen auch für 2020 mit neuen Themen fortzusetzen. Anregungen hierzu sind uns sehr willkommen und können gerne an Bernd Göller per Mail adressiert werden (berndgoeller@t-online.de) oder ganz herkömmlich per Post an die Adresse Am Gromberg 1 in Bad Rappenau.

Wir bedanken uns für die Spenden in Höhe von ca. 200 € zu Gunsten der Renovierung der ehemaligen Synagoge Heinsheim, die an diesem Abend gegeben wurden

 

 

Artikel lesen: Das Fremde näher kommen lassen – Kraichgaustimme vom 19.09.2019(pdf)

Es geht weiter voran – Baumaßnahmen in 2019

Nachdem die Außensanierung weitgehend abgeschlossen werden konnte, stehen für 2019 weitere große Maßnahmen an. Wiederum mit tatkräftiger Hilfe der Johann-Jakob-Widmann-Schule Heilbronn wird derzeit ein funktionelles Nebengebäude erstellt (mit Teeküche, Technikraum und Toiletten). Die Arbeiten der Maurerklasse sind weitgehend abgeschlossen und die Zimmerer werden nun die Dachkonstruktion direkt nach den Pfingstferien angehen.
Die weitere Planung sieht bis Herbst des Jahres den Einbau der Frauenempore als funktionelle Stahl- und Holzkonstruktion sowie einer dazugehörenden Wendeltreppe vor.
Letztendlich hoffen wir auch den Wiedereinbau des Dachgewölbes in seiner „alten Form“ für 2019 zu stemmen. Mit diesem Projekt soll endlich auch die von der Nutzung als Schlosserei und Schmiede rußgeschwärzte Zwischendecke entfernt werden um die schön renovierten ovalen Giebelfenster an der Ost- und Westseite in den Innenraum einzubinden.

Artikel lesen: Der Vollendung entgegen – Kraichgaustimme vom 11.7.2019(pdf)

Yvonne Freifrau von Racknitz 1969 – 2018

Als Yvonne von Racknitz geboren wurde, bot die Ehemalige Synagoge, unmittelbar neben dem Schloss Heinsheim gelegen, ein Bild des Niedergangs, der Entfremdung und des Zerfalls. Gut vierzig Jahre später schienen die Tage des Gebäudes gezählt, das 1796 auf einem „freyherrlich Racknizischen condominal herrschaft zinsbaren Garten Plaz“ gebaut worden war. Das bescheidene Wohnhaus des Lehrers und Vorbeters war bereits abgetragen worden, der Abriss der Ehemaligen Synagoge stand bevor.
In dieser Situation entschlossen sich Fritz Abel und Yvonne von Racknitz, einen Verein zur Rettung der Synagoge zu gründen. Gesagt, getan. Im Jahr 2012 war es so weit. Und damit begann ein Wettlauf mit der Zeit gegen den weiteren Verfall des Gebäudes und gegen mancherlei Widerstände, ein Wettlauf, der das Blatt von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr mehr zugunsten der „Prinzessin Synagoge“ wendete.
Was hat Yvonne von Racknitz bewogen, sich mit aller ihr zur Verfügung stehenden Kraft für dieses Projekt einzusetzen und sich als Vorsitzende des Freundeskreises Ehemalige Synagoge Heinsheim zur Verfügung zu stellen? Als ich ihr diese Frage einmal stellte, hat sie mich mit großen Augen angesehen und gesagt: „Für diese religiöse Heimstatt ihrer jüdischen Bürger haben sich meine Vorfahren eingesetzt – und ich sollte ihrem endgültigen Verlust tatenlos zusehen?“ Sie hat ihr Engagement verstanden als Vermächtnis derer von Racknitz, das zu erfüllen ihr aufgetragen war.
Yvonne von Racknitz kann die Vollendung des großartigen Rettungswerkes nicht mehr mitfeiern; wohl aber hat sie die kleinen und großen Wunder erlebt, die die Wiedererstehung „ihrer“ Synagoge Schritt für Schritt bis heute begleitet haben. Ihr Name wird wie der von Fritz Abel eingeschrieben sein in das Gedächtnis dieses Hauses.

Bernd Göller, Juni 2019

5. Lichterzünden zu Chanukka mit Rabbiner Shaul Friberg

Wir freuen uns sehr, dass Hoschschul-Rabbiner Shaul Friberg bereits zum 5. Mal zum festlichen Lichterzünden in unsere „Synagoge“ nach Heinsheim kommt und uns dabei unterstützt eine Brücke zur ursprünglichen Geschichte zu bauen.

Umrahmt wird die Feier durch das Klezmer-Ensemble Heinsheim unter Leitung von Matthias Schwarzer

Programm (Donnerstag 6. Dezember, 19 Uhr, ehemalige Synagoge Heinsheim, Schlossgasse 3)
• Musikalischer Auftakt Klezmer-Ensemble
• Begrüßung Bernd Göller
• Musikalisches Zwischenspiel Klezmer-Ensemble
• „Was bedeutet das Chanukka-Fest für uns Juden heute?“ Rabbi Friberg
• Gemeinsames Lied: Baruch ata adonaj v.1-3 mit Klezmer-Ensemble
• ZÜNDEN DER LICHTER FÜR DEN 5. TAG DES CHANUKKA-FESTES
• Gemeinsames Lied: Ma’oz tzur v.1 mit Klezmer-Ensemble
• „Die Bedeutung des Nikolaus von Myra für uns Christen heute“ Bernd Göller
• Einladung zu Sufganijot und heißen Getränken Manfred Schädler
• Gespräche miteinander
• Musikalischer Schlussakkord Klezmer-Ensemble

Artikel lesen: Brücke zur ursprünglichen Geschichte – Kraichgaustimme vom 6.12.2019(pdf)

Aktion 50 x 500 – eine Erfolgsgeschichte?

Aktion 50×500 – Mitmachen und die Nachbildung unseres Hochzeitssteins erhalten

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Die Aktion 50 mal 500 – wird sie eine Erfolgsgeschichte?
Vor zwei Monaten haben wir Mitglieder, Freunde und Förderer des Projektes „Ehemalige Synagoge Heinsheim“ zu einer einmaligen Spendenaktion aufgerufen, um die rechtzeitige Fertigstellung des Projekts zu ermöglichen und damit öffentliche Fördermittel, vor allem aus dem europäischen Programm „Entwicklung ländlicher Raum“ zu sichern.

20 Personen oder Personengruppen suchten wir, die bereit sind, einmalig 500 Euro zu spenden. Heute haben wir dieses Ziel schon hinter uns gelassen und stehen unmittelbar vor der nächsten Zielmarke: nämlich 30 mal 500 Spenden zu erreichen.

Das ist mehr, als wir erwarten durften – eine tolle Erfolgsgeschichte. Ob der Höhenflug uns noch ein Stück weiterträgt und zu einer Aktion 50 mal 500 reicht? Wir wissen es nicht, aber der bisherige Erfolg ermutigt uns, Menschen guten Willens aufzurufen:

Beteiligen Sie sich jetzt! Machen auch Sie mit!

Direkt zur Spendenaktion 50×500

Außenrenovierung weitgehend abgeschlossen

Nach der Fertigstellung der Außenfassade konnte nun das Portal, der Eingang zur Frauenempore und alle Fenster komplett restauriert und installiert werden. Dabei wurden auch die glücklich „zurückgekehrten“ Originalbeschläge (Türklinke, Schlüsselschild und Stossgriff) wieder eigebaut. Jetzt zeigt sich unsere Prinzessing komplett in neuem Kleid und ist ein wirkliches Schmuckstück in unserer Dorfmitte. Selbstverständlich waren alle Arbeiten der Fa. Böttcher Restaurierung(Steinsfurt) – bis hin zur Farbgebung –  eng mit dem Denkmalamt und uns abgestimmt.

Ein großer Teil der historischen Substanz konnte dabei zum Glück erhalten werden. Am Okularfenster der Ostseite ist sogar das mundgeblasene Originalglas erhalten, die Westseite war dem Wetter deutlich stärker ausgesetzt und größere Teile des Fensters mussten erneuert werden.

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Grabung nach Sandsteinplatten leider bisher erfolglos

Schon lange wussten wir aus verschiedenen Quellen, dass offenbar Sandsteine, bzw. Sandsteinplatten von der Ostseite der ehemaligen Synagoge entfernt wurden. Wie wir jetzt von einem Zeitzeugen erfahren haben, war in der Mitte der Ostseite eine Nische vorhanden, die von diesem zugemauert worden war.  Vor dieser Nische waren Sockelsteine. bzw. Sockelplatten aus Sandstein vorhanden, die vermutlich zum Thoraschrein gehörten. Auf Anweisung seines Arbeitgebers musste der damalige Lehrling diese Platten entfernen und zerschlagen. Die rund 30 cm großen Bruckstücke wurden von ihm dann direkt vor dem Eingang der Synagoge in eine Bodenvertiefung die aufgefüllt werden sollte eingebracht.

Dort wollten wir uns dann Anfang Mai auf die Suche machen.

Da im Umfeld des Gebäudes Merowingergräber vorhanden sind, wurden unsere Grabungen in Abstimmung mit dem Denkmalamt durch Dr. Hans Heinz Hartmann fachmännisch begleitet.  Unsere Suche konzentrierte sich zunächst auf den angegebenen Bereich vor dem Betonweg. Leider hatten wir dort keinen Erfolg und da sich der Beton vor dem Portal als unerwartet dick und hart erwies mussten wir die Arbeiten aufschieben bis wir entsprechndes Werkzeug hatten .

Durch die Fa. Ludwig Riemer wurde uns dann dankenswerter Weise kostenlos ein schwerer Bohrhammer zur Verfügung gestellt und so gingen wir Anfang Juni bei einem zweiten Versuch wiederum sehr hoffnungsvoll ans Werk. Leider wiederum ohne Erfolg, trotzdem war das für alle Beteiligten ein sehr spannendes Erlebnis. Entweder wurden die Sandsteinplatten zu einem späteren Zeitpunkt entfernt, oder sie sind an anderer Stelle am Vorplatz vergraben. Vielleicht haben wir Glück, wenn wir den Vorplatz neu gestalten und finden dann die verschollen Sandsteine. Herzlichen Dank an Dr. Hans Heinz Hartmann und an die Fa. Ludwig Riemer und Reinhard Künzel für die Untersützung.

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