Author Archives: Manfred Schädler

Anneliese Wagner – The Girl who escaped from Germany

Dr. Andreas Rothenhöfer, Sprachwissenschaftler an der Universität Bremen erinnert in seinem Vortrag am 6. Februar 2020 im Wasserschloss Bad Rappenau an die Dichterin Anneliese Wagner. Mit Hilfe ihrer Texte zeichnete er den Lebensweg der überlebenden Jüdin nach, die 1929 in Heinsheim geboren wurde.

Pressestimmen:
Heilbronner Stimme: Heinsheimer Dichterin Anneliese Wagner dem Vergessen entrissen

Rhein-Neckar-Zeitung: Anneliese Wagner war das Mädchen das 1937 den Nazis entkam

Vielen herzlichen Dank an unser Vereinsmitglied Dr. Andreas Rothenhöfer. Sein Vortrag lässt unschwer erkennen, dass nicht nur reines Fachwissen einfloss, sondern auch eine sehr zeitintensive und ausführliche Recherche nötig waren. Indem er auf ein Honorar verzichtete, konnte die Veranstaltung für alle interessierten Teilnehmer kostenlos stattfinden. Die stattdessen eingegangenen Spenden fließen direkt dem Projekt „Synagoge Heinsheim“ zu. Herzlichen Dank dafür!

Für Freunde und Familienangehörige von Anneliese Wagner, die an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnten, hat Alice Vogt den Vortrag dokumentiert und mit englischen Untertiteln versehen. Unterstützt wurde sie dabei von Prof. Gabriele Wickert. Auch ihnen gilt unser herzlicher Dank.

#Lichter-gegen-Dunkelheit

Dieses Jahr jährt sich zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs und damit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland und vielen europäischen Ländern.
Die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz wurden am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee befreit. Das Gedenkjahr soll bundesweit mit einer ungewöhnlichen Aktion beginnen, über die die Medien berichten werden. An ihr beteiligt sich auch der Freundeskreis Ehemalige Synagoge Heinsheim.
Wer am 27. Januar zwischen 17 Uhr und 19 Uhr an der Synagoge vorbeischaut, wird mehr darüber erfahren. Zur gleichen Zeit wird eine Internetseite freigeschaltet. Auf ihr werden die beteiligten Orte auf einer Karte angezeigt. Geht man auf den „Pin“ des Ortes, kommt man auf eine Seite, auf der ein oder mehrere Fotos des Ortes zu sehen sind und ein kleiner Text erscheint. Die Seite wird unter der Domain *http://www.lichter-gegen-dunkelheit.de* zu finden sein.

Toller Arbeitseinsatz – rußige Zwischendecke entfernt

Ein toller Arbeitseinsatz mit vielen Helfern, darunter einige „Nichtmitglieder“ die mit angepackt haben. Wir haben die komplette Zwischendecke mit allen russgeschwärzten Brettern selbst entfernt und ordentlich Geld gespart. Die Bretter, die wir teilweise wiederverwenden, können dankenswerter Weise auf dem Hof von Elisabeth Vogt zwischengelagert werden. Damit haben wir weitgehend die Vorarbeiten für den Einbau des Deckengewölbes abgeschlossen. Wenn alles wie geplant klappt,  wird dies in der 2. Dezemberhälfte durch die Zimmerei Schadt erledigt.

Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer (es sind leider nicht alle auf dem Foto).

Einbau der Frauenempore abgeschlossen

Wie geplant konnte der Einbau der Frauenempore abgeschlossen werden. Als vorläufige Zwischendecke konnten wir die OSB-Platten verwenden, die wir als „Übergangstüren“ an unserem Nebengebäude angebracht hatten. Zwischenzeitlich haben wir das erste „rußige“ Deckenfeld direkt über der Empore entfernen können. Es zeigt sich schon jetzt, wie sich der Charakter  des Innenraumes verändert und mehr und mehr an die ursprüngliche Bestimmung der ehemaligen Synagoge anlehnt.

 

Der nächste Bauabschnitt: Der Einbau der Frauenempore

Nicht nur unser Nebengebäude macht Fortschritte, auch in der historischen Synagoge geht es im Innenausbau voran. Die Angebote für den Einbau des Deckengewölbes werden aktuell ausgearbeitet und die Vergabe steht bevor. Wir hoffen sehr dass wir die Zimmererarbeiten dazu bald beginnen können. Der Einbau unserer Frauenempore mit der Wendeltreppe ist dagegen in vollem Gange, die Schlosserarbeiten dazu können bereits in der ersten Novemberwoche abgeschlossen werden. Zunächst werden wir, bis zum Abschluss der Innenrenovierung, einen provisorischen Holzboden einziehen und dazu die vorhandenen Bretter der alten Zwischendecke verwenden.

 

Ende der Ferienpause: die Baumaßnahmen gehen weiter

Ab Donnerstag den 26. September geht es wieder richtig los. Die Meisterklasse der Stuckateure der Johann-Jakob-Widmannschule unter Leitung Ihrer Lehrer Herr Gehring und Herrn Lang werden für den Innenbereich unseres Nebengebäudes aktiv. Geplant ist die Zwischenwände und Decke im Trockenbau fertigzustellen, sowie das Verputzen der Außenwände als Vorbereitung für die Fliesenleger.

Davor mussten wir jedoch unsere Begrünung des Daches vorbereiten. Auf das von den Zimmerleuten vorbereitete und wasserdicht verschweißte Flachdach wird ein fachgerechter Aufbau vorgenommen. Zunächst werden Filzbahnen ausgelegt, auf die wiederum Kunststoffplatten überlappend verlegt werden.  Es folgt eine weitere Schicht einer luft- und wasserdurchlässigen Spezialfolie. Den Abschluss bildet eine etwa 8 cm dicke Schicht Lavastein-Granulat sowie an den Rändern und am Abfluss Kieselsteine. Dann kann begrünt werden.

Trialog der Religionen – unsere 3. Folgeveranstaltung

Am Dienstag 17. September – auch dieses Mal wieder im Evangelischen Gemeindehaus Bad Rappenau – wurde die Reihe Vom Dialog zum Trialog fortgesetzt.

Das Thema des Abends war: „Abraham – Vater des Glaubens“.

Vertreter der drei Schriftreligionen waren dieses Mal Shaul Friberg, Hochschulrabbiner in Heidelberg (und 2. Vorsitzender des Freundeskreises Ehemalige Synagoge Heinsheim), sowie die beiden uns bereits zuvor unterstützenden Referenten Imam Eyüp Besir für den Islam und Pfarrer Franziskus Eisenbach für das Christentum. Ihnen gilt unser besonderer Dank. Die Moderation übernahm Hasan Dagdelen von der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus, die diese Trialogreihe in Bad Rappenau mit uns ins Leben gerufen hat.

Herzlichen Dank auch an die evangelische Kirchengemeinde Bad Rappenau für die tolle Unterstützung und Pfarrer Joachim Bollow für sein persönliches Engagement und seine Teilnahme.

Es war hochinteressant, wie in den drei Schriftreligionen Abraham, der in allen drei Religionen als Vater des Glaubens gilt, in seinem Leben und Wirken dargestellt wurde. Erfreulich war das große Interesse der Zuhörer, die an diesem Abend sehr zahlreich erschienen waren und angeregt an der anschließenden Diskussion teilgenommen hatten.

Dies macht uns Mut unseren Trialog der Religionen auch für 2020 mit neuen Themen fortzusetzen. Anregungen hierzu sind uns sehr willkommen und können gerne an Bernd Göller per Mail adressiert werden (berndgoeller@t-online.de) oder ganz herkömmlich per Post an die Adresse Am Gromberg 1 in Bad Rappenau.

Wir bedanken uns für die Spenden in Höhe von ca. 200 € zu Gunsten der Renovierung der ehemaligen Synagoge Heinsheim, die an diesem Abend gegeben wurden

 

 

Artikel lesen: Das Fremde näher kommen lassen – Kraichgaustimme vom 19.09.2019(pdf)

Es geht weiter voran – Baumaßnahmen in 2019

Nachdem die Außensanierung weitgehend abgeschlossen werden konnte, stehen für 2019 weitere große Maßnahmen an. Wiederum mit tatkräftiger Hilfe der Johann-Jakob-Widmann-Schule Heilbronn wird derzeit ein funktionelles Nebengebäude erstellt (mit Teeküche, Technikraum und Toiletten). Die Arbeiten der Maurerklasse sind weitgehend abgeschlossen und die Zimmerer werden nun die Dachkonstruktion direkt nach den Pfingstferien angehen.
Die weitere Planung sieht bis Herbst des Jahres den Einbau der Frauenempore als funktionelle Stahl- und Holzkonstruktion sowie einer dazugehörenden Wendeltreppe vor.
Letztendlich hoffen wir auch den Wiedereinbau des Dachgewölbes in seiner „alten Form“ für 2019 zu stemmen. Mit diesem Projekt soll endlich auch die von der Nutzung als Schlosserei und Schmiede rußgeschwärzte Zwischendecke entfernt werden um die schön renovierten ovalen Giebelfenster an der Ost- und Westseite in den Innenraum einzubinden.

Artikel lesen: Der Vollendung entgegen – Kraichgaustimme vom 11.7.2019(pdf)

Yvonne Freifrau von Racknitz 1969 – 2018

Als Yvonne von Racknitz geboren wurde, bot die Ehemalige Synagoge, unmittelbar neben dem Schloss Heinsheim gelegen, ein Bild des Niedergangs, der Entfremdung und des Zerfalls. Gut vierzig Jahre später schienen die Tage des Gebäudes gezählt, das 1796 auf einem „freyherrlich Racknizischen condominal herrschaft zinsbaren Garten Plaz“ gebaut worden war. Das bescheidene Wohnhaus des Lehrers und Vorbeters war bereits abgetragen worden, der Abriss der Ehemaligen Synagoge stand bevor.
In dieser Situation entschlossen sich Fritz Abel und Yvonne von Racknitz, einen Verein zur Rettung der Synagoge zu gründen. Gesagt, getan. Im Jahr 2012 war es so weit. Und damit begann ein Wettlauf mit der Zeit gegen den weiteren Verfall des Gebäudes und gegen mancherlei Widerstände, ein Wettlauf, der das Blatt von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr mehr zugunsten der „Prinzessin Synagoge“ wendete.
Was hat Yvonne von Racknitz bewogen, sich mit aller ihr zur Verfügung stehenden Kraft für dieses Projekt einzusetzen und sich als Vorsitzende des Freundeskreises Ehemalige Synagoge Heinsheim zur Verfügung zu stellen? Als ich ihr diese Frage einmal stellte, hat sie mich mit großen Augen angesehen und gesagt: „Für diese religiöse Heimstatt ihrer jüdischen Bürger haben sich meine Vorfahren eingesetzt – und ich sollte ihrem endgültigen Verlust tatenlos zusehen?“ Sie hat ihr Engagement verstanden als Vermächtnis derer von Racknitz, das zu erfüllen ihr aufgetragen war.
Yvonne von Racknitz kann die Vollendung des großartigen Rettungswerkes nicht mehr mitfeiern; wohl aber hat sie die kleinen und großen Wunder erlebt, die die Wiedererstehung „ihrer“ Synagoge Schritt für Schritt bis heute begleitet haben. Ihr Name wird wie der von Fritz Abel eingeschrieben sein in das Gedächtnis dieses Hauses.

Bernd Göller, Juni 2019

5. Lichterzünden zu Chanukka mit Rabbiner Shaul Friberg

Wir freuen uns sehr, dass Hoschschul-Rabbiner Shaul Friberg bereits zum 5. Mal zum festlichen Lichterzünden in unsere „Synagoge“ nach Heinsheim kommt und uns dabei unterstützt eine Brücke zur ursprünglichen Geschichte zu bauen.

Umrahmt wird die Feier durch das Klezmer-Ensemble Heinsheim unter Leitung von Matthias Schwarzer

Programm (Donnerstag 6. Dezember, 19 Uhr, ehemalige Synagoge Heinsheim, Schlossgasse 3)
• Musikalischer Auftakt Klezmer-Ensemble
• Begrüßung Bernd Göller
• Musikalisches Zwischenspiel Klezmer-Ensemble
• „Was bedeutet das Chanukka-Fest für uns Juden heute?“ Rabbi Friberg
• Gemeinsames Lied: Baruch ata adonaj v.1-3 mit Klezmer-Ensemble
• ZÜNDEN DER LICHTER FÜR DEN 5. TAG DES CHANUKKA-FESTES
• Gemeinsames Lied: Ma’oz tzur v.1 mit Klezmer-Ensemble
• „Die Bedeutung des Nikolaus von Myra für uns Christen heute“ Bernd Göller
• Einladung zu Sufganijot und heißen Getränken Manfred Schädler
• Gespräche miteinander
• Musikalischer Schlussakkord Klezmer-Ensemble

Artikel lesen: Brücke zur ursprünglichen Geschichte – Kraichgaustimme vom 6.12.2019(pdf)