Author Archives: Manfred Schädler

Außenrenovierung weitgehend abgeschlossen

Nach der Fertigstellung der Außenfassade konnte nun das Portal, der Eingang zur Frauenempore und alle Fenster komplett restauriert und installiert werden. Dabei wurden auch die glücklich “zurückgekehrten” Originalbeschläge (Türklinge, Schlüsselschild und Stossgriff) wieder eigebaut. Jetzt zeigt sich unsere Prinzessing komplett in neuem Kleid und ist ein wirkliches Schmuckstück in unserer Dorfmitte. Selbstverständlich waren alle Arbeiten der Fa. Böttcher Restaurierung(Steinsfurt) – bis hin zur Farbgebung –  eng mit dem Denkmalamt und uns abgestimmt.

Ein großer Teil der historischen Substanz konnte dabei zum Glück erhalten werden. Am Okularfenster der Ostseite ist sogar das mundgeblasene Originalglas erhalten, die Westseite war dem Wetter deutlich stärker ausgesetzt und größere Teile des Fensters mussten erneuert werden.

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Grabung nach Sandsteinplatten leider bisher erfolglos

Schon lange wussten wir aus verschiedenen Quellen, dass offenbar Sandsteine, bzw. Sandsteinplatten von der Ostseite der ehemaligen Synagoge entfernt wurden. Wie wir jetzt von einem Zeitzeugen erfahren haben, war in der Mitte der Ostseite eine Nische vorhanden, die von diesem zugemauert worden war.  Vor dieser Nische waren Sockelsteine. bzw. Sockelplatten aus Sandstein vorhanden, die vermutlich zum Thoraschrein gehörten. Auf Anweisung seines Arbeitgebers musste der damalige Lehrling diese Platten entfernen und zerschlagen. Die rund 30 cm großen Bruckstücke wurden von ihm dann direkt vor dem Eingang der Synagoge in eine Bodenvertiefung die aufgefüllt werden sollte eingebracht.

Dort wollten wir uns dann Anfang Mai auf die Suche machen.

Da im Umfeld des Gebäudes Merowingergräber vorhanden sind, wurden unsere Grabungen in Abstimmung mit dem Denkmalamt durch Dr. Hans Heinz Hartmann fachmännisch begleitet.  Unsere Suche konzentrierte sich zunächst auf den angegebenen Bereich vor dem Betonweg. Leider hatten wir dort keinen Erfolg und da sich der Beton vor dem Portal als unerwartet dick und hart erwies mussten wir die Arbeiten aufschieben bis wir entsprechndes Werkzeug hatten .

Durch die Fa. Ludwig Riemer wurde uns dann dankenswerter Weise kostenlos ein schwerer Bohrhammer zur Verfügung gestellt und so gingen wir Anfang Juni bei einem zweiten Versuch wiederum sehr hoffnungsvoll ans Werk. Leider wiederum ohne Erfolg, trotzdem war das für alle Beteiligten ein sehr spannendes Erlebnis. Entweder wurden die Sandsteinplatten zu einem späteren Zeitpunkt entfernt, oder sie sind an anderer Stelle am Vorplatz vergraben. Vielleicht haben wir Glück, wenn wir den Vorplatz neu gestalten und finden dann die verschollen Sandsteine. Herzlichen Dank an Dr. Hans Heinz Hartmann und an die Fa. Ludwig Riemer und Reinhard Künzel für die Untersützung.

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Restaurierung der Fenster und des Portals

Die Restaurierung der Fenster und des Portals ist derzeit in vollem Gange. Fenster und Portal wurden fachmännisch ausgebaut und werden aktuell restauriert. Die Fenster der Nordseite, die im Original nicht mehr vorhanden waren,  werden in Abstimmung mit dem Denkmalamt nachgebaut. Der Wiedereinbau wird voraussichtlich in der ersten Jahrshälfte 2017 erfolgen. Voraussichtlich wird auch im März die Restaurierung der Fassade an der Portalseite (mit dem Originalputz von 1796) fertiggestellt.

Portalseite (Westseite)

Portalseite (Westseite)

Nordseite

Nordseite

Ostseite

Ostseite

Meisterschüler der Johann-Jakob-Widmann-Schule in Heilbronn unterstützen bei der Renovierung

Stuckateur-Meisterschüler unterstützen im Rahmen eine Projektwoche die Sanierung der Außenfassade unserer ehemaligen Synagoge. Bereits in der Vorbereitsungsphase dieser anspruchsvollen Maßnahme gab es intensive Gespräche mit dem Denkmalamt, der von uns beauftragten Restaurateurin Silke Böttcher und dem Fachlehrer der Stuckateur-Meisterklasse Herrn Andreas Gehrig. So ging dann Mitte Oktober ein Team unter Leitung von Herrn Gehrig und Frau Böttcher ans Werk. Ziel war es insbesondere an der Portalseite den historischen Kalkputz zu erhalten und zu sichern, sowie die überputzte restliche Fassade und die Sandsteinfassungen der Fenster und des Portals zu sanieren und nach historischem Vorbild zu streichen. Dabei sollten die Natursteine die nach dem entfernen der heute nicht mehr vorhandenen Stufen zu Frauenempore – an der Westseite – als Fenster in die Vergangenheit sichtbar bleiben.
Die Farbgebung wurde in allen Bereichen eng an die von 1796 angepasst. Überraschend war die Feststellung der Restaurateurin, dass die Sandsteinfassungen nicht “natur” sondern in einem graublauen Farbton gestrichen waren. Auch wurde an der Portalseite über dem Hochzeitsstein Fragmente einer Beschriftung erkennbar, die noch näher untersucht und dokumentiert werden. Neben den handwerklichen Ausführungen war die umfassende Dokumentation dessen was man an historischer Bausubstanz gefunden hatte, sowie der notwendigen Sanierungsmaßnahmen eine wesentliche Aufgabe der Meisterschüler. An dieser Stelle gilt unser herzlicher Dank allen Beteiligten, insbesondere an Herrn Gehrig und Frau Böttcher, aber auch an das Denkmalamt das dieser sinnvollen Zusammenarbeit zugestimmt hatte.

“Artikel der Kraichgaustimme vom 16.10. 20145″ lesen: Zeitungsartikel download

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Erste Bibel-/Tora Lernwoche in der ehemaligen Synagoge Heinsheim

Vom Sonntag 24. Juli 2016 bis Mittwoch 27. Juli fand die erste Tora-Lernwoche in der Landeskirche Baden in unserer wiederbelebten “Synagoge” statt. Die Lernwoche zum Thema Mose – Befreier und Gesetzgeber wurde durch das eigens aus Israel angereiste jüdische Lehrerehepaar Rivka und Daniel Basch geleitet.

Herzlichen Dank an Bernd Göller, der diese Lernwoche initierte und  maßgeblich organisierte. Unser Dank geht ebenso an die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden Bad Rappenau, dem katholischen Bildungswerk und dem Verein Jüdisches Leben Kraichgau, die dies Veranstaltungen unterstützen.

Artikel lesen: Für die Synagoge war es ein inneres Richtfest (jpg)

Fritz Abel am 25. Mai verstorben

Am 25. Mai verstarb unser lieber Weggefährte und 2. Vorstand Fritz Abel nach kurzer schwerer Krankheit.
Fritz Abel hatte sich seit langer langer Zeit darum bemüht Menschen und Mittel zu mobilisieren um die ehemalige Synagoge, dieses alte wertvolle Denkmal zu retten und zur neuen Nutzung zu führen. Nach verschiedenen Anläufen wurde 2012 endlich der Verein gegründet und das Gebäude konnte erworben werden. Selbstverständlich und mit viel Herzblut nahm Fritz seinen wichtigen Platz im Vorstand des Vereines ein, wirkte unablässig im Gemeinderat für die Sache und brachte sich mit viel Energie und Sachverstand bei den ersten Baumaßnahmen ein. Es war eine konstruktive, gute und herzliche Zusammenarbeit, die uns allen Spaß gemacht hat. Für den Verein war Fritz Abel auch das Hörrohr das die Stimmen und die Stimmungen des Gemeinderats, und noch wichtiger, das der Dorfbevölkerung auffing. Denn das war seine große Stärke: einen echten interessierten Draht zu seinen Mitmenschen zu haben und mit Allen und Allem verbunden zu sein. Wie kein zweiter kannte er die Menschen in Heinsheim, aber auch die Geschichte des Ortes und der Umgebung. Mit der Synagoge verbanden ihn viele Kindheitserinnerugen, deshalb war sie ihm besonders ans Herz gewachsen. Auch wenn er die weitere Entwicklung nicht miterleben kann, werden wir unsere Arbeit in seinem Sinne weiterführen. Er wird uns auf diesem Weg fehlen, und vor allem wird er uns als Mensch und Freund fehlen. Fritz Abel hinterlässt eine große Lücke, in unserem Verein, insbesondere aber in seiner Familie.
Nur wenige Wochen später folgte ihm tragischerweise seine Ehefrau Christa Abel, die am 5.7.2016 ebenfalls überraschend verstarb. Unsere Gedanken sind bei Ihnen und Ihrer Familie, insbesondere bei den Kindern und Enkelkindern, die ihre Eltern und Großeltern schmerzlichst vermissen.

Fritz

Fritz Abel: Mit Humor und einem Augenzwinkern, immer offen und interessiert,
warmherzig, verbindlich und verlässlich!

“Zeitzeugen” – Ausstellung bis 1. November im Fränkischen Hof

Besondere Fotografien der “anderen Art” sind derzeit in einer gemeinsam mit dem Heimat- und Museumsverein organisierten Ausstellung zu bewundern. Die Fotografen Gerd Brander und Walter Hoernig stellen gemeinsam stimmungsvolle Werke aus, die auf jüdischen Friedhöfen in ganz Deutschland augenommen wurden. Die Ausstellung wurde gemeinsam mit den beiden Fotokünstlern am Samstag den 26. September durch unsere Mitglieder Bernd Göller und Dr. Joachim Hahn eröffnet, der mit einem hochinteressanten Vortrag über die Entstehung und Geschichte der jüdischen Verbandsfriedhöfe im Kraichgau aufwartete.

Die Ausstellung ist an jedem Wochenende bis einschließlich 1. November von 14 – 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Artikel lesen: Orte voller Leben – Kraichgaustimme vom 29.9.(jpg)

Verständigung und Verstehen – tolle Resonanz bei Benefizkonzert

TrunzBrothersFriendsHerzlichen Dank für eine phantastische Benefizveranstlatung unter dem Motto “Songs for Understanding”. Ein gelungenes Programm, ganz im Sinne unseres Vereins und unseres Leitmottos “Erinnerung, Dialog und Kultur”. Nahezu 1000 Euro Spenden konnten eingenommen werden, die für weitere Renvierungsarbeitem der ehemaligen Synaoge dringend benötigt werden. Herzlichen Dank dafür – auch und insbesondere an Peter und Markus Trunzer, Simone von Racknitz, Gerhard Knoppek und Heinz Kübler für ihr tolles Engagement und diesen bewegenden Abend.

“Artikel der Kraichgaustimme vom 6.8. 20145″ lesen: Zeitungsartikel download

Songs for understanding – “Trunzbrothers and friends” am 1. August

Songs for understanding

Wenn Reden nicht hilft – vielleicht hilft Singen? Der „Freundeskreis ehemalige Synagoge Heinsheim“ hat das Motto: Erinnerung – Dialog –Kultur. Dialog als Mittel zum gegenseitigen Verständnis, zum Verstehen und zur Verständigung – das wäre im Kleinen wie im Großen schön, denn genau das fehlt auf der kaum noch verstehbaren Welt.

Unter dem Arbeitstitel „Trunz brothers and friends“ haben die Brüder Markus und Peter Trunzer die Idee ausgebrütet, Freunde zu fragen, ob sie einmal in der Synagoge musizieren wollen – und sie wollten! Es wirken mit: Heinz Kübler an der Klarinette – allen Jazzfreunden seit Jahrzehnten ein Begriff. Simone von Racknitz, Schauspielerin und Sängerin, tourt seit 7 Jahren mit großem Erfolg mit „Pop und Poesie in Concert“  von SWR1 durch Baden-Württemberg. Gerhard Knoppek, ein Allroundmusiker an Akkordeon, Gitarre und Klavier, der spätestens seit der Landesgartenschau in der Gegend bekannt ist.

So kommt ein sehr spezieller Abend zustande, mit Lieder und Texten, die es in sich haben. Die „Trunz brothers“ spielen Bass und Gitarre und führen durchs Programm: Songs for understanding – zum Zuhören, Nachdenken, Verstehen – aber auch zum Genießen!

Samstag, 1. August ab 19 Uhr in der Ehemaligen Synagoge Heinsheim.
Eintritt frei, Spenden für die Gebäudesanierung möglich.

Peter und Markus Trunzer

Peter und Markus Trunzer

Heinz Kübler

Heinz Kübler

Simone von Racknitz

Simone von Racknitz

Jüdische Kunst – was macht Kunst jüdisch? Vortrag von Dr. Esther Graf

Veranstaltung am 15. Juli 2015 um 19.30 Uhr
in der Ehemaligen Synagoge Heinsheim

Dr.Esther GrafAm Mittwoch, 15. Juli um 19.30 Uhr ist Dr. Esther Graf von der Agentur Jüdische Kultur zu Gast in der Ehemaligen Synagoge Heinsheim. In einem PowerPoint-Vortrag unter dem Titel „Jüdische Kunst – Was macht Kunst jüdisch? entfaltet sie einen Bilderbogen zu diesem Thema.
Funde der Jüdischen Kunst sind seit der Antike überliefert. Mosaike, Überreste von Synagogen und Schriftfragmente belegen, dass Juden seit jeher ihre Bethäuser und heiligen Bücher künstlerisch ausgestaltet haben. Das sogenannte Bilderverbot ist auf Grund dessen anders zu verstehen als bisher angenommen. Was macht aber eigentlich Kunst jüdisch? Und wer sind die Gestalter dahinter?
Der Vortrag versucht anhand von vielfältigem Bildmaterial Antworten auf diese Fragen zu geben und einen Eindruck von der Reichhaltigkeit der Jüdischen Kunst zu vermitteln.
Der Freundeskreis Ehemalige Synagoge Heinsheim und der Verein Jüdisches Leben Kraichgau laden dazu herzlich ein. Der Eintritt ist frei, die Freude über Spenden für die Einrichtung einer Stätte für Erinnerung, Dialog und Kultur in der ehemaligen Synagoge wird dafür umso größer sein.